Zwei seltene Eulen im Stadtgebiet Bedburg

Sumpfohreule
Sumpfohreule
Sumpfohreule

Monika Thiemann und ihr Mann, der Bedburger Naturschutzberater Rolf Thiemann haben gestern zwei seltene Eulen im Stadtgebiet beobachten können. 

 

Die Sumpfohreule, die zu den Ohreneulen und Käuzen gehört, ist bei uns recht selten geworden, da weite baumfreie Feuchtgebiete fehlen. Sie lebt in offenen Landschaften mit niedriger aber deckungsreicher Vegetation. Feuchte Wiesen, Moore und Sümpfe sind für die Eule überlebenswichtig. Die Sumpfohreule ähnelt der Waldohreule, die aber größer ist und längere Federohren hat. Naturschutzberater Rolf Thiemann sagt: „Die schwefelgelbe Iris umrandet das schwarze Auge, was ein wichtiges Merkmal ist „. Die längsgebänderte Unterseite und das schilfgelbe Gefieder mit grobem Muster und dunkelbraunen Flecken ist eine optimale Tarnung. Die Eule ist etwa 40 cm groß und baut ihr Nest am Boden und legt Anfang April 7 bis 10 weiße Eier. Nur das Weibchen bebrütet das Gelege und das Männchen schafft Wühlmäuse als Nahrung heran. Nach 25 Tagen schlüpfen die Jungen und verlassen nach weiteren 17 Tagen bereits ihr Nest. 

 

In Mitteleuropa ist die Sumpfohreule mit etwa 100 Paaren ein äußerst seltener Brutvogel, der auch deshalb in der Roten Liste als gefährdet geführt wird. Michael Zöphel, Sprecher vom BUND – Bedburg ist begeistert, das es hier solche Eulen noch gibt und betont nochmal, wie wichtig es ist, dass man sich wieder auf Natur besinnt und Bereiche der Natur überlässt, wie zum Beispiel das Naturschutzgebiet Bedburger Klärbecken. 

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Klimalauf durch das Rheinische Revier

Strecke geht von Schweden nach Paris und führt durch den Kreis - Mehrere Veranstaltungen

Von Ralph Jansen

Kerpen/Paris. Am Freitag, 27. November, durchquert der "Run for your life", ein Staffellauf von Kiruna (Schweden) zur Weltklimakonferenz in Paris, auf einer Strecke von etwa 160 Kilometern auch das Rheinland.

Zahlreiche Läufer werden dann durch das Rheinische Braunkohlenrevier joggen, um auf die besondere Verantwortung Deutschlands für den Klimaschutz hinzuweisen. Die Bewegung werde nicht nur von den Aktiven, die sich seit Jahrzehnten für den Naturschutz einsetzen und in der Klimabewegung oder dem Braunkohlewiderstand aktiv sind getragen, sondern auch von vielen Menschen, die sich um das Klima sorgen, teilte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) mit.

Die Läufer absolvieren Etappen von durchschnittlich vier Kilometern zwischen den frühen Morgenstunden und dem Abend. Die Route führt durch den Naturpark Schwalm Nette, entlang der Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden, vorbei am Kraftwerk Weisweiler über Aachen bis nach Vaals.

Statt eines Staffelstabes verbindet die Teilnehmer ein Stein. Er stammt aus der Arktis und ist von besonderer Bedeutung für die indigene Gruppe der Sami. Er sei ein Symbol für die Notwendigkeit, dass die Menschen sich wieder mehr mit der "Mutter Erde" verbinden, erläutert Dirk Jansen vom BUND.

Gruppen auf der Rheinland-Route

"Wir möchten, dass unser Planet auch für die nachfolgenden Generationen lebens- und liebenswert bleibt", sagt Antje Grothus vom Run-for-your-life-Koordinationsteam Rheinland. Jansen weist dabei auf die besondere Rolle und Verantwortung des Landes NRW und des Energiekonzerns RWE beim Klimaschutz hin: "Scheitert Nordrhein-Westfalen beim Klimaschutz, wird auch Deutschland seine Klimaziele verfehlen. Ohne einen schnellstmöglichen Braunkohlenausstieg bleiben alle Verlautbarungen heiße Luft."

Auf der Rheinland-Route werden zahlreiche Gruppen am Start sein. Mit dabei sind Vertreter von Antiatom Jülich, ausgeCO2hlt, Bündnis gegen Braunkohle, Bündnismobil, Buirer für Buir, dem BUND, Divest Aachen, Greenpeace Aachen, Hambacher Forst, IB 50189, Klimatisch Erkelenz, Küchenkollektiv Rheinland, Leben ohne Braunkohle, NABU, Netzwerk Bergbaugeschädigter, Perspektive für Holzweiler, Sovie Köln und WAA. Auch ein Mitglied des Braunkohlenausschuss, Mandatsträger der Grünen und der Linken, Ärzte, Künstler und Klimaforscher haben ihre Teilnahme angekündigt.

Beim Klimalauf finden öffentliche Informationsveranstaltungen statt, so etwa in Titz-Jackerath, Parkplatz der Autobahnmeisterei, von 5 bis 9 Uhr und in Kerpen-Buir, S-Bahnhof, von 10 bis 15 Uhr. Für etwa 9 Uhr ist ein Demonstrationszug vom Hambacher Forst zum S-Bahnhof Kerpen-Buir angekündigt.

Laubengang bleibt unangetastet

Laubengang Schloss Bedburg

In der Sitzung des Landschaftsbeirat wurde der Antrag des Bürgermeisters Sascha Solbach zur Teilfällung des Laubengangs am Schloss Bedburg einstimmig abgelehnt. Es kommt schon selten vor das den Bedenken des BUNDs im Landschaftsbeirat einstimmig gefolgt wird.

 

Die Stadt Bedburg hatte den Antrag im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans 13a gestellt und damit begründet, dass bei einer städtebaulichen Neuordnung beabsichtigt sei, Schloss und Park in eine attraktive Gestaltung zu integrieren, bei der die Grünstrukturen und Wasserflächen des Schlosses erlebbarer werden sollen. Deshalb, so der Antrag, sollte etwa die Hälfte des aus Sommerlinden bestehenden Laubengangs, der als Naturdenkmal unter Schutz steht, und einige nicht geschützte Bäume gefällt werden.

 

Die Untere Landschaftsbehörde hatte ursprünglich in einer Vorlage für den Landschaftsbeirat die Befreiung "aus Gründen des öffentliches Interesses, einschließlich solcher sozialer und wirtschaftlicher Art" in Aussicht gestellt. Kreisumweltdezernent Berthold Rothe zog diese Einlassung jedoch in der Sitzung des Landschaftsbeirates zurück. "In Bedburg werden neue Pläne diskutiert, die andere Möglichkeiten eröffnen", erklärte Berthold Rothe.

 

Wie es nun mit dem Umfeld des Schlossparkplatz weitergehen wird, zeigt sich in der nächsten Ratssitzung am 23. Juni 2015, ab 18 Uhr. Dort wird Ten Brinke die neuen Pläne für Bedburger Mitte vorstellen.

Laubengang aus Sommerlinden am Schloss sollen gefällt werden!

Auf der Tagesordnung des Landschaftsbeirat vom 16. Juni 2015 befindet sich unter Punkt 6 folgender Antrag:

 

Teilrodung eines Naturdenkmalgeschützten Baumbestandes zur Umsetzung der 46. Flächennutzungsplan-Änderung und des Bebauungsplanes 13a "Bedburg Zentrum – Schlossparkplatz". Naturdenkmal 2.3-9 " Laubengang aus Sommerlinden" (LP1). Antrag auf Befreiung nach§ 67 BNatSchG vom 20.05.2015. Antragstellerin: Stadt Bedburg, Der Bürgermeister, 50181 Bedburg. 70/8-31-01-890

 

Anhand der zwei Bilder können Sie sehen um welchen Bereich es sich dabei handelt.

 

Nicht nur das hier der halbe Naturdenkmalgeschützte Laubengang gefällt werden soll, ebenfalls ist aus der Planung zu entnehmen, das auch der Weiher in diesem Bereich zugeschüttet werden soll. Somit würde ein weiteres wertvolles Stück Natur für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren in Bedburg zerstört.

 

 

Laubengang am Schlossparkplatz

Willkommen bei der Ortsgruppe Bedburg des BUND

Holger Sticht, Monika Thiemann und Michael Zöphel
Holger Sticht, Monika Thiemann und Michael Zöphel

Am 13. Mai 2015 war es nun soweit, mit Jutta Schnütgen-Weber und Jo Scheffer vom Kreisverband BUND und Ralf Bilke und Holger Sticht vom Landesverband BUND hatten wir in den Altstadt Stuben in Bedburg unsere Gründungsveranstaltung. Hierzu waren die knapp 20 Mitglieder aus Bedburg eingeladen.


Bei den Wahlen des Sprechers der Ortsgruppe Bedburg wurden Michael Zöphel und Monika Thiemann als stellvertretende Sprecherin gewählt.

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